Hallo ihr Lieben,
| Das Willkommensplakat von den Kindern |
| ...und das von Inez und Verena, vielen Dank, ihr Süßen! |
Sie fingen auch gleich an, auf uns einzureden, was uns
gleich mal etwas überforderte =).
Beim Verlassen des Flughafengebäudes schlug uns sofort die total feuchte und
tropische Luft entgegen. Kurz danach saßen wir dann frierend im klimatisierten
Kleinbus.
In El Chorrillo, dem Viertel in dem wir wohnen, und dem
Zentrum angekommen liefen uns sofort wieder Kinder entgegen und umarmten uns.
Weil wir total müde und überwältigt von der langen Reise und
den vielen Eindrücken waren, sind wir dann auch ziemlich schnell in unser
Zimmer und ins Bett.
In den folgenden Tagen hatte ich ein wenig mit einer
Blasenentzündung zu kämpfen, aber Luis ist sofort mit mir zum Arzt und jetzt
gehts mir wieder viel besser und ich fühle mich nach und nach richtig wohl
hier.
Das liegt ganz klar auch daran, dass es inzwischen
bestimmt 4-5 Personen gibt, an die wir
uns immer wenden können und die bei jeder Frage und jeder Schwierigkeit für uns
da sind. Das ist echt ein schönes Gefühl und ich fühle mich richtig gut
aufgehoben hier!
| Mein Schrank mit ganz vielen Bildern! |
Elena und ich wohnen zusammen in einem Zimmer im Wohnheim der
Mädchen, welche aufgrund von Problemen zu Hause oder weil sie die Eltern nie
kennengelernt haben, hier wohnen.
Unser Zimmer ist echt schön...wir haben sogar ein eigenes
Bad!
Die Mädels belagern uns zwar ganz schön aber akzeptieren es
auch, wenn wir unsere Ruhe haben wollen.
Sie sind echt sooo goldig und die häufigsten Fragen, die uns
gestellt werden sind: „Tienes novio“
(=Hast du einen Freund?) und „Conoces a Inez y Verena“ (=Kennst du Inez und Verena
(unsere Vorgängerinnen)). Sie wollen natürlich ständig alle Bilder von mir und
Luki sehen und sind ganz erstaunt: "Der ist ja blond und hat blaue Augen!"
;)
Sie zu verstehen ist immer noch etwas schwer, weil sie sich
nicht davon beeindrucken lassen, wenn
wir sie nicht verstehen und einfach genauso schnell und undeutlich
weiterplappern. =)
| Alba und ich |
Ich war schon zweimal in der Stadt, allerdings noch nicht alleine mit Elena sondern mit Leuten vom Zentrum hier. Schon jetzt fällt mir auf, dass es riesige Unterschiede zwischen Armen und Reichen gibt. Da sind zum einen die voll modernen Hochhäuser und riesige amerikanisch-geprägte Shoppingmalls, wo man so gut wie alles kaufen kann (sogar Müsli (!) und sowas ähnliches wie Vollkornbrot...naja, eher Vollkorntoast:) ) Und dann im Kontrast wohnen wir in einem Armenviertel, wo auf den Straßen Müll liegt und es für uns Europäerinnen gefährlich ist und wir nicht alleine draußen herumlaufen dürfen.
Das Klima ist wirklich sehr tropisch. Selten sieht man im Moment mal den blauen Himmel...ansonsten sind immer Wolken da. Und es regnet ungefähr einmal an Tag und die Luft ist sehr feucht. Am Anfang hat mich das ziemlich geschafft, aber seit gestern komme ich immer besser damit klar (da war zum ersten Mal die Dusche, die nur kaltes Wasser hat, zu kalt. :) ).
Diese Woche wurde uns noch ganz viel Zeit für uns gelassen und ab Montag fangen wir als "maestras" (=Lehrerinnen) an. Wir werden am Montag bei einem Englischlehrer zuschaun und ab Dienstag fangen Elena und ich dann zusammen an zu unterrichten. Wir haben drei verschiedenen Klassen, zwei 4. Klassen und eine 5. Klasse. Ich freu mich total aufs Unterrichten, vor allem auch, weil die Schulleiterin, Amparo, eine ganz arg Liebe ist und uns überhaupt nicht unter Druck setzt. Wir haben alle Zeit und können die Kinder erstmal kennenlernen ohne einen Lehrplan im Kopf haben zu müssen.
Also geht es ab nächste Woche richtig los und auch wenn das alles eine riesige Herausforderung ist, freue ich mich voll darauf!
| Vorlesestunde |
Ich bin also sehr gespannt, wie alles weitergeht und werde euch natürlich auf
dem Laufenden halten.
Ich fehlt mir total, ihr Lieben!!
Ganz viele Grüße und besitos (=Küsschen) von eurer Judith
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